Immunsystem stärken: 6 unterschätzte Faktoren für starke Abwehrkräfte – von Darm bis Nervensystem
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Vitamin C, Ingwer Shots, Nahrungsergänzungsmittel oder doch lieber jeden Morgen Eisbaden? Wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken, mangelt es nicht an Tipps und vermeintlichen Immunboostern. Gerade in der Erkältungszeit versuchen wir häufig, unseren Körper mit einzelnen Lebensmitteln, Vitaminen oder Hausmitteln möglichst schnell gegen den nächsten Infekt zu wappnen.
Dabei ist unser Immunsystem wesentlich komplexer. Es arbeitet eng mit anderen Systemen unseres Körpers zusammen. Unser Darm spielt dabei genauso eine Rolle wie Schlaf, Bewegung und eine ausreichende Nährstoffversorgung. Ein Faktor bekommt aus meiner Sicht jedoch viel zu wenig Aufmerksamkeit: unser Nervensystem und die Belastung durch chronischen Stress.
Genau deshalb möchte ich in diesem Artikel etwas weiter schauen als bis zum nächsten Vitamin C Pulver. Du erfährst, welche Faktoren unsere Abwehrkräfte beeinflussen, was Darm und Nervensystem damit zu tun haben und warum vermeintlich gesunde und trendige Dinge wie Eisbaden nicht für jedes System zu jedem Zeitpunkt die beste Idee sein müssen.

Inhaltsverzeichnis
Mein Immunsystem-Kompass: Nähren, Aufnehmen, Regulieren, Regenerieren & Dosieren
Darm & Immunsystem: Warum deine Darmgesundheit so wichtig ist
Ernährung & Nährstoffe: Was dein Immunsystem wirklich braucht
Eisbaden & Immunsystem: Immunbooster oder zusätzlicher Stress?
Yin Yoga & Immunsystem: Regulation statt noch mehr Optimierung
Immunsystem stärken mit Hausmitteln: Was wirklich sinnvoll ist
Immunsystem nach Antibiotika stärken: Was jetzt sinnvoll ist
Was ist das Immunsystem eigentlich?
Unser Immunsystem ist kein einzelnes Organ, sondern ein komplexes Netzwerk aus Zellen, Geweben, Organen und verschiedenen Botenstoffen. Seine Aufgabe besteht unter anderem darin, potenziell schädliche Eindringlinge wie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten zu erkennen und darauf zu reagieren. Gleichzeitig muss es zwischen körpereigenen Strukturen und tatsächlichen Gefahren unterscheiden können.
Zu unserem Immunsystem gehören deshalb viel mehr Strukturen, als wir zunächst vermuten würden. Haut und Schleimhäute bilden bereits wichtige Barrieren. Hinzu kommen unter anderem Knochenmark, Thymus, Milz und Lymphknoten sowie zahlreiche spezialisierte Immunzellen und Proteine, die im gesamten Körper unterwegs sind.
Vereinfacht lässt sich unser Immunsystem in zwei eng miteinander arbeitende Bereiche unterteilen: die angeborene und die erworbene Immunabwehr.
Die angeborene Immunabwehr ist unsere schnelle erste Verteidigungslinie. Dazu gehören beispielsweise Haut und Schleimhäute, Magensäure sowie bestimmte Immunzellen, die körperfremde Strukturen erkennen und darauf reagieren können. Sie kann innerhalb kurzer Zeit aktiv werden und reagiert relativ allgemein auf mögliche Krankheitserreger.
Die erworbene oder adaptive Immunabwehr arbeitet spezifischer. B- und T-Zellen können bestimmte Strukturen eines Erregers erkennen und gezielt darauf reagieren. Besonders spannend ist dabei das sogenannte immunologische Gedächtnis: Nach dem Kontakt mit bestimmten Erregern kann sich das adaptive Immunsystem an diese erinnern und bei einem erneuten Kontakt schneller reagieren. Dieses Prinzip wird auch bei Impfungen genutzt.
Wenn wir davon sprechen, unser Immunsystem zu stärken oder aufzubauen, geht es also eigentlich darum, möglichst gute Bedingungen dafür zu schaffen, dass dieses komplexe System seine Aufgaben erfüllen und angemessen regulieren kann.

Woran merkt man, dass das Immunsystem geschwächt ist?
Einzelne Erkältungen oder Müdigkeit bedeuten noch lange nicht, dass du ein schwaches Immunsystem hast. Wenn Infektionen jedoch ungewöhnlich häufig auftreten, besonders schwer verlaufen, immer wiederkehren oder sehr lange zum Abheilen brauchen, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.
Auch Erschöpfung wird häufig mit einem geschwächten Immunsystem in Verbindung gebracht, ist allerdings sehr unspezifisch und kann zahlreiche Ursachen haben. Bei auffälligen, schweren oder wiederkehrenden Beschwerden sollte deshalb medizinisch abgeklärt werden, was dahintersteckt.
Wie kann man das Immunsystem stärken?
Wenn wir unser Immunsystem stärken möchten, suchen wir häufig nach der einen Sache, die wir zusätzlich machen können: mehr Vitamin C, ein Supplement, einen Ingwer Shot am Morgen oder vielleicht die kalte Dusche. Ich finde eine andere Frage viel spannender: Welche Bedingungen findet mein Immunsystem in meinem Körper eigentlich gerade vor?
Denn Immunfunktion hängt mit vielen Bereichen unserer Gesundheit zusammen. Nährstoffe sind wichtig, genauso wie Schlaf und regelmäßige Bewegung. Der Darm und das dort lebende Mikrobiom stehen in engem Austausch mit unserem Immunsystem. Gleichzeitig beeinflussen Stressreaktionen über Nerven- und Hormonsignale auch die Aktivität von Immunzellen und Entzündungsprozessen. Die Forschung zu diesen Wechselwirkungen ist inzwischen ein eigenes Feld: die Psychoneuroimmunologie.
Deshalb würde ich beim Thema Immunsystem immer mehrere Ebenen betrachten.
Mein Immunsystem-Kompass: Nähren, Aufnehmen, Regulieren, Regenerieren & Dosieren

Für mich lässt sich ein gesundes Immunsystem gut über fünf Bereiche betrachten:
Nähren: Bekommt dein Körper ausreichend Energie, Protein, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Flüssigkeit, die er für seine normalen Funktionen benötigt?
Aufnehmen: Wie geht es deiner Verdauung und deinem Darm? Denn dort werden viele Nährstoffe aus unserer Nahrung aufgenommen und gleichzeitig findet im Darm ein intensiver Austausch mit unserem Immunsystem statt.
Regulieren: Wie viel Stress trägt dein System gerade? Kann dein autonomes Nervensystem nach Belastung wieder herunterregulieren oder fühlst du dich eigentlich permanent unter Strom?
Regenerieren: Bekommst du ausreichend Schlaf, Pausen und echte Erholung? Unser Körper benötigt Phasen, in denen nicht permanent die nächste körperliche oder mentale Anforderung auf ihn wartet.
Dosieren: Wie viele zusätzliche Stressreize setzt du deinem Körper aus? Sport, intensive Workouts, Fasten oder Kälte können gezielte Reize darstellen. Ob mehr davon automatisch besser ist, ist allerdings eine ganz andere Frage.
Gerade dieser letzte Punkt wird meiner Meinung nach beim Thema Immunsystem stärken oft vergessen. Wir leben in einer Zeit, in der Gesundheit schnell zum nächsten Optimierungsprojekt wird: morgens Eisbaden, danach Sport, gesund essen, Supplements nehmen, produktiv sein und am besten noch meditieren, damit wir mit all dem keinen Stress haben.
Doch unser Körper arbeitet nicht nach einer Checkliste. Ein Reiz, der für einen Menschen gut regulierbar ist, kann für einen anderen gerade eine zusätzliche Belastung darstellen. Und genau hier kommen wir zu dem Faktor, der für mich beim Immunsystem viel mehr Aufmerksamkeit verdient: unser Nervensystem.
1. Nervensystem & Immunsystem: Die unterschätzte Verbindung
Wenn wir darüber sprechen, wie wir unser Immunsystem stärken können, denken die wenigsten zuerst an unser Nervensystem. Dabei arbeiten beide Systeme nicht unabhängig voneinander. Unser Gehirn, Nervensystem, Hormonsystem und unsere Immunabwehr stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig.
Mit genau diesen Zusammenhängen beschäftigt sich sogar ein eigenes Forschungsgebiet: die Psychoneuroimmunologie. Sie untersucht unter anderem, wie psychische und soziale Belastungen über unser Nerven- und Hormonsystem Prozesse des Immunsystems beeinflussen können.
Stress ist dabei erst einmal nichts Schlechtes. Wenn wir eine herausfordernde Situation erleben, schaltet unser Körper in einen Zustand erhöhter Bereitschaft. Der Herzschlag kann schneller werden, unsere Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf die aktuelle Situation und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Kurzfristig hilft uns das dabei, Energie und Ressourcen für das bereitzustellen, was gerade vor uns liegt.
Auch unser Immunsystem reagiert auf diese Stresssignale. Entscheidend ist deshalb weniger, ob wir Stress erleben, sondern wie lange dieser anhält und ob unser Körper anschließend wieder ausreichend Gelegenheit bekommt, sich zu erholen.

Was chronischer Stress mit deinem Immunsystem macht
Problematischer kann es werden, wenn aus einzelnen Stressreaktionen ein Dauerzustand wird. Permanente Erreichbarkeit, Mental Load, Care-Arbeit, Konflikte, finanzielle Sorgen, Schlafmangel oder ein ständig voller Terminkalender können dazu führen, dass unser Körper immer wieder in Alarmbereitschaft geht und echte Regenerationsphasen fehlen.
Die Forschung zeigt, dass chronischer Stress verschiedene Prozesse unseres Immunsystems beeinflussen kann. Dabei wird die Immunabwehr nicht einfach ausgeschaltet. Stresshormone können beispielsweise beeinflussen, wie Immunzellen im Körper verteilt werden, wie aktiv bestimmte Immunreaktionen sind und wie Entzündungsprozesse reguliert werden.
Genau diese Differenzierung finde ich wichtig. Wenn wir umgangssprachlich sagen „Stress schwächt das Immunsystem“, steckt dahinter also ein wesentlich komplexerer Prozess.
Und genau deshalb würde ich das Nervensystem beim Thema Immunsystem aufbauen immer mitdenken. Du kannst dich ausgewogen ernähren, deinen Ingwer Shot trinken und Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Wenn dein Körper gleichzeitig seit Monaten unter enormer Belastung steht, du kaum schläfst und gefühlt nie aus dem Funktionsmodus herauskommt, fehlt ein wesentlicher Teil des Gesamtbildes.
Warum Nervensystemregulation auch für dein Immunsystem wichtig ist
Unser Nervensystem wechselt natürlicherweise zwischen Aktivität und Erholung. Wenn eine Herausforderung vor uns liegt, stellt der Körper Energie bereit. Ist sie vorbei, sollte er idealerweise wieder herunterfahren können. Für mich bedeutet ein gut reguliertes Nervensystem deshalb auch nicht, ständig tiefenentspannt zu sein. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, zwischen Aktivierung und Erholung wechseln zu können.
In meiner Arbeit spreche ich in diesem Zusammenhang häufig über Kapazität. Damit meine ich den Spielraum, den unser System gerade besitzt, um innere und äußere Reize zu verarbeiten, ohne davon dauerhaft überwältigt zu werden.
Und dieser Spielraum ist nicht jeden Tag gleich. Nach mehreren Nächten mit wenig Schlaf, während einer emotional belastenden Lebensphase oder nach einer Erkrankung kann ein zusätzlicher Reiz völlig anders auf uns wirken als zu einem Zeitpunkt, an dem wir uns stabil und erholt fühlen. Genau dieser Gedanke wird später auch beim Thema Eisbaden noch wichtig.
Nervensystemregulation bedeutet deshalb auch nicht, Stress vollständig aus unserem Leben zu verbannen. Viel hilfreicher finde ich es, unserem Körper im Alltag immer wieder kleine Möglichkeiten zu geben, nach einer Belastung zurück in die Erholung zu finden.
>> Hier findest du einen Artikel zum 'Nervensystem beruhigen & regulieren: So funktioniert es wirklich'.
Das kann ganz unterschiedlich aussehen: ein paar Minuten bewusst langsamer werden, Zeit draußen verbringen, ausreichend schlafen, sanfte Bewegung, eine ruhige Yin Yoga Praxis oder auch der eigene Atem. Langsames Atmen kann beispielsweise Prozesse unseres autonomen Nervensystems beeinflussen. Eine einfache Variante ist, die Ausatmung etwas länger werden zu lassen als die Einatmung. Du könntest etwa vier Sekunden ein- und sechs Sekunden ausatmen, sofern sich das für dich angenehm anfühlt.
Dabei musst du nichts erzwingen. Wenn eine Atemtechnik Druck erzeugt oder dich eher unruhiger macht, kannst du jederzeit zu deinem natürlichen Atem zurückkehren. Für mich gehört die Frage „Wie geht es meinem Nervensystem gerade?“ deshalb genauso zum Immunsystem wie die Frage, ob ich ausreichend Vitamin C bekomme.
Und damit kommen wir zu einem weiteren System, das eng mit unserer Immunabwehr verbunden ist: unserem Darm.
2. Darm & Immunsystem: Warum deine Darmgesundheit so wichtig ist

Wenn wir über ein gesundes Immunsystem sprechen, führt kaum ein Weg am Darm vorbei. Unser Verdauungstrakt verarbeitet schließlich nicht nur unser Essen. Die Darmschleimhaut bildet gleichzeitig eine wichtige Barriere zwischen unserem Körper und der Außenwelt und steht in engem Austausch mit unserer Immunabwehr.
Eine wichtige Rolle spielt dabei unser Darmmikrobiom – also die Gesamtheit der Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln. Diese Mikroorganismen verwerten unter anderem Bestandteile unserer Nahrung und produzieren dabei verschiedene Stoffwechselprodukte, die wiederum mit der Darmbarriere und unseren Immunzellen interagieren können.
Spannend finde ich außerdem, dass der Darm auch mit unserem Nervensystem kommuniziert. Vielleicht hast du schon einmal von der Darm-Hirn-Achse gehört. Dahinter steckt ein komplexes Kommunikationssystem zwischen Darm und Gehirn, an dem unter anderem Nervenbahnen, Hormone, Immunbotenstoffe und das Mikrobiom beteiligt sind.
Damit kommen gleich mehrere Bereiche zusammen, die wir in diesem Artikel betrachten: Darm, Nervensystem und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig.
Mikrobiom, Darmbarriere & Nährstoffaufnahme
Der Darm hat noch eine weitere Aufgabe, die beim Thema Immunsystem stärken relevant ist: Ein großer Teil der Nährstoffe aus unserer Nahrung wird über den Verdauungstrakt aufgenommen.
Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Nahrungsbestandteile müssen zunächst verdaut und anschließend aufgenommen werden, bevor unser Körper sie nutzen kann. Bei bestimmten Erkrankungen oder Störungen des Magen-Darm-Trakts kann diese Aufnahme beeinträchtigt sein und es können Nährstoffmängel entstehen.
Deshalb finde ich den alleinigen Fokus auf Nahrungsergänzungsmittel manchmal zu kurz gedacht. Wenn ich mich mit meiner Nährstoffversorgung beschäftige, würde ich auch Fragen mit einbeziehen wie: Wie geht es meiner Verdauung? Vertrage ich mein Essen gut? Bekomme ich ausreichend Ballaststoffe und unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel?
Eine darmfreundliche Ernährung muss dabei gar nicht kompliziert sein. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen liefern unterschiedliche Ballaststoffe, die teilweise von unseren Darmbakterien verwertet werden. Auch fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi (sehr lecker!) können, sofern du sie gut verträgst, Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.
Gleichzeitig möchte ich beim Thema Darm ein bisschen aufpassen. Rund um das Mikrobiom gibt es inzwischen unzählige Versprechen und schnell wird jeder Blähbauch, jede Müdigkeit oder jeder Infekt auf einen vermeintlich „kaputten Darm“ zurückgeführt. So einfach ist es nicht. Verdauungsbeschwerden können viele verschiedene Ursachen haben und sollten bei länger anhaltenden oder starken Beschwerden entsprechend abgeklärt werden.
Meine Erfahrung: Was sich nach meiner ersten Darmkur verändert hat

Für mich persönlich war die Beschäftigung mit meinem Darm trotzdem ein ziemlich großer Wendepunkt.
Ich gehörte früher zu den Menschen, die gefühlt alles mitgenommen haben. Schon in meiner Teenagerzeit war ich ständig latent krank. Wenn irgendwo eine Erkältung unterwegs war, hatte ich das Gefühl, mein Körper meldet sich freiwillig als Erstes. Es musste nicht immer der große Infekt sein, vielmehr hatte ich über Jahre das Gefühl, dass eigentlich ständig irgendetwas ist und mein Körper nie so richtig stabil läuft.
Irgendwann habe ich mich intensiver mit meiner Darmgesundheit beschäftigt und meine erste Darmkur gemacht. Diese erste Kur ging damals ungefähr drei Monate und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie anders ich mich danach gefühlt habe. Meine Verdauung funktionierte besser, ich hatte deutlich mehr Energie und insgesamt das Gefühl, körperlich viel stabiler zu sein.
Seitdem ist die Darmgesundheit ein fester Bestandteil meiner eigenen Gesundheitsroutine geworden. Ich mache mittlerweile ungefähr ein- bis zweimal pro Jahr eine Darmkur und habe über die Jahre für mich einen enormen Unterschied wahrgenommen. Mein Immunsystem fühlt sich heute sehr stabil an und ich war seit mehreren Jahren nicht mehr richtig krank – etwas, das für mein früheres Ich tatsächlich kaum vorstellbar gewesen wäre.
Natürlich kann ich daraus nicht ableiten, dass allein die Darmkur dafür verantwortlich ist. In diesen Jahren haben sich schließlich auch andere Dinge verändert: meine Ernährung, mein Umgang mit Stress, meine Arbeit mit meinem Nervensystem, meine Bewegung und viele weitere Gewohnheiten. Trotzdem gehört die Beschäftigung mit meinem Darm für mich persönlich bis heute zu den Dingen, bei denen ich einen besonders deutlichen Unterschied in meinem Wohlbefinden wahrnehme.
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Eine Darmkur ist natürlich keine Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem und ersetzt auch keine medizinische Behandlung. Wenn du länger anhaltende Verdauungsbeschwerden, starke Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, ungeklärten Gewichtsverlust oder andere auffällige Beschwerden hast, würde ich diese immer medizinisch abklären lassen.
Und damit kommen wir zu einem Bereich, den wir jeden Tag ziemlich unmittelbar beeinflussen können: unserer Ernährung und der Versorgung mit Nährstoffen, die unser Körper für eine normale Immunfunktion benötigt.
3. Ernährung & Nährstoffe: Was dein Immunsystem wirklich braucht
Natürlich spielt auch unsere Ernährung eine wichtige Rolle, wenn wir unser Immunsystem stärken und langfristig unterstützen möchten. Immunzellen brauchen Energie und verschiedene Nährstoffe, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Dazu gehören unter anderem die Vitamine A, C, D und E sowie verschiedene B Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Selen, Eisen und Kupfer.
Eine gute Grundlage ist deshalb eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie ausreichenden Proteinquellen. Gleichzeitig profitieren auch unsere Darmbakterien von unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmitteln und den darin enthaltenen Ballaststoffen, womit wir wieder bei der Verbindung zwischen Ernährung, Darm und Immunsystem wären.
Ein einzelnes Lebensmittel kann unsere Abwehrkräfte dabei nicht plötzlich „boosten“. Viel entscheidender ist, wie wir uns über längere Zeit ernähren. Beeren, Paprika, Zitrusfrüchte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen liefern unterschiedliche Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und können regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen.
Auch Ingwer, Knoblauch und Kurkuma integriere ich selbst total gerne in meinen Alltag, zum Beispiel in Säften, Tee oder Goldener Milch. Ein bisschen weiter unten findest du dafür meine liebsten Rezepte fürs Immunsystem.
Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem: Erst messen, dann ergänzen
Vitamin C, Vitamin D und Zink gehören wahrscheinlich zu den bekanntesten Nahrungsergänzungsmitteln fürs Immunsystem. Und ja: Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist wichtig für eine normale Immunfunktion. Besteht tatsächlich ein Mangel, kann es sinnvoll sein, diesen gezielt auszugleichen.
Hohe Dosierungen führen allerdings nicht automatisch zu einem „stärkeren“ Immunsystem. Das NIH weist darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wichtig für die Immunfunktion ist, zusätzliche Supplemente bei Menschen ohne bestehenden Mangel jedoch wahrscheinlich wenig zur Vorbeugung oder Behandlung bestimmter Infektionen beitragen.
Genau deshalb mag ich den Ansatz „Erst messen, dann ergänzen.“
Gerade Vitamin D lässt sich relativ unkompliziert über eine Blutuntersuchung bestimmen. Je nach Ernährung, Beschwerden und individueller Situation können auch andere Werte sinnvoll sein. Statt auf Verdacht mehrere Dinge einzunehmen, würde ich gemeinsam mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer entsprechend qualifizierten Fachperson schauen, ob tatsächlich ein Mangel besteht und welche Dosierung sinnvoll ist.
Denn auch bei Nahrungsergänzungsmitteln spielt die Dosis eine Rolle. Zink ist beispielsweise an vielen Prozessen unseres Immunsystems beteiligt, eine langfristig zu hohe Zufuhr kann jedoch die Kupferaufnahme beeinträchtigen.
Supplements können also durchaus sinnvoll sein, ich würde sie nur gezielt einsetzen und nicht als Ersatz für die Grundlagen betrachten, die wir uns in diesem Artikel anschauen.
Meine liebsten Rezepte fürs Immunsystem stärken

Ich mag es viel lieber, gesunde Lebensmittel ganz selbstverständlich in meinen Alltag einzubauen, als daraus die nächste komplizierte Gesundheitsroutine zu machen. Gerade Ingwer, Kurkuma und Zitrusfrüchte landen bei mir deshalb ziemlich häufig im Glas oder in der Tasse.
1. Mein Immun-Saft aus dem Entsafter
Ich entsafte aktuell total gerne und eine meiner liebsten Kombinationen besteht aus:
2 Orangen
1 Zitrone
einem Stück frischem Ingwer
einem kleinen Stück frischer Kurkumawurzel
optional 1–2 Karotten
Alles waschen beziehungsweise schälen, in den Entsafter geben und am besten frisch genießen. Wenn du keinen Entsafter hast, kannst du aus Orange, Zitrone und Ingwer auch einen kleinen Ingwer Shot zubereiten durch das normale Auspressen.
Der Saft liefert unter anderem Vitamin C und verschiedene Pflanzenstoffe. Da beim Entsaften ein großer Teil der Ballaststoffe verloren geht, trinke ich solche Säfte zusätzlich zu meiner normalen Ernährung und nicht als Ersatz für ganzes Obst und Gemüse.

2. Goldene Milch mit Kurkuma & Ingwer
Gerade wenn es draußen kühler wird, liebe ich Goldene Milch. Dafür erwärme ich etwa 250 ml Milch oder einen Pflanzendrink und gebe ungefähr ½–1 TL Kurkuma, etwas frischen oder gemahlenen Ingwer, eine Prise Zimt und etwas schwarzen Pfeffer dazu. Wenn du es süßer magst, kannst du anschließend etwas Honig hinzufügen.
Der schwarze Pfeffer ist dabei tatsächlich mehr als nur Geschmack: Das enthaltene Piperin kann die Aufnahme von Curcumin aus Kurkuma erhöhen. Gleichzeitig zeigt das ganz gut, dass pflanzliche Inhaltsstoffe biologisch aktiv sein können. Bei hoch dosierten Pflanzenpräparaten lohnt sich deshalb ebenfalls ein Blick auf mögliche Wechselwirkungen, darauf kommen wir bei den Hausmitteln noch einmal zurück.
3. Wenn es schnell gehen soll: mein Golden Moon Tee von youmoon
Und manchmal habe ich überhaupt keine Lust, irgendetwas zu entsaften oder sämtliche Gewürzdosen aus dem Schrank zu holen. Dann mache ich mir einfach einen Tee.
Einer meiner Favoriten ist der Golden Moon Tee von youmoon. Ich trinke ihn selbst total gerne und mag ihn besonders an kühleren Tagen, wenn ich etwas Warmes und Würziges möchte. Er hat auch durch das Kurkuma eine entzündungshemmende und gesundheitsfördernde Wirkung, richtig cool. Wenn du ihn ausprobieren möchtest, findest du ihn hier:
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Ernährung und eine gute Nährstoffversorgung sind damit eine wichtige Grundlage. Für unsere Immunfunktion braucht der Körper allerdings auch etwas, das sich weder essen noch supplementieren lässt: ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und Zeit zur Regeneration.
4. Schlaf, Bewegung & Regeneration: Die unterschätzten Basics

Wir können uns ausgewogen ernähren, Nahrungsergänzungsmittel nehmen und die besten Hausmittel ausprobieren, aber wenn Schlaf und Regeneration dauerhaft zu kurz kommen, fehlt unserem Körper eine wichtige Grundlage.
Gerade Schlaf ist eng mit unserem Immunsystem verbunden. Während wir schlafen, laufen verschiedene Prozesse ab, die für Immunregulation und Erholung wichtig sind. Gleichzeitig kann auch unser Immunsystem unseren Schlaf beeinflussen. Das kennen wahrscheinlich viele von uns: Wenn ein Infekt im Anflug ist, fühlen wir uns plötzlich unglaublich müde und könnten gefühlt den halben Tag schlafen.
Langfristiger Schlafmangel kann dagegen verschiedene Prozesse unserer Immunabwehr und Entzündungsregulation beeinflussen. Wie viel Schlaf wir brauchen, ist individuell. Für Erwachsene werden meist etwa sieben bis neun Stunden pro Nacht empfohlen. Mindestens genauso wichtig finde ich jedoch die Frage: Fühlst du dich nach deinem Schlaf tatsächlich erholt?
Denn acht Stunden im Bett bedeuten nicht automatisch acht Stunden erholsamen Schlaf.
Auch regelmäßige Bewegung gehört zu den Faktoren, die unsere allgemeine Gesundheit und damit auch die normale Funktion unseres Immunsystems unterstützen. Dafür brauchst du weder täglich ein intensives Workout noch einen perfekten Trainingsplan. Spaziergänge, Yoga, Radfahren, Krafttraining oder andere Bewegungsformen, die regelmäßig in dein Leben passen, zählen genauso.
Warum mehr Bewegung nicht automatisch besser ist
Spannend wird es für mich dort, wo aus einer gesunden Gewohnheit wieder ein Optimierungsprojekt wird. Wenn Bewegung gesund ist, müsste sehr viel Bewegung schließlich noch gesünder sein, oder? Zumindest könnte man das denken.
Unser Körper braucht nach intensiven Belastungen allerdings auch Zeit zur Erholung.
In diesem Zusammenhang wurde lange vom sogenannten Open-Window-Effekt gesprochen. Die Theorie dahinter: Nach sehr intensivem oder langem Training soll sich für einige Stunden ein „offenes Fenster“ bilden, in dem unsere Immunabwehr geschwächt und wir anfälliger für Infektionen sind.
Heute wird diese Vorstellung differenzierter betrachtet. Forschende gehen davon aus, dass Veränderungen bestimmter Immunzellen im Blut nach dem Sport nicht zwangsläufig bedeuten, dass unsere Immunabwehr plötzlich heruntergefahren ist. Ein Teil dieser Zellen wird nach körperlicher Belastung vielmehr in andere Bereiche des Körpers umverteilt, wo sie weiterhin Aufgaben übernehmen.
Das heißt allerdings nicht, dass Regeneration nach intensivem Training unwichtig wäre. Gerade wenn hohe Trainingsbelastung mit zu wenig Schlaf, psychischem Stress oder einer unzureichenden Energiezufuhr zusammenkommt, kann die Gesamtbelastung für unseren Körper entsprechend hoch werden.
Und genau hier schließt sich für mich wieder der Kreis zu unserem Nervensystem: Wir können einzelne Gesundheitsmaßnahmen schwer vollkommen isoliert betrachten. Ein intensives Workout nach einer erholsamen Woche trifft auf andere Voraussetzungen als dasselbe Workout nach mehreren Nächten mit wenig Schlaf und einer emotional anstrengenden Woche.
Regeneration bedeutet für mich deshalb auch, die Signale des eigenen Körpers wieder ernster zu nehmen. Vielleicht tut dir heute Bewegung richtig gut. Vielleicht braucht dein Körper einen Spaziergang, eine ruhige Yin-Yoga-Einheit oder schlicht einen frühen Abend und mehr Schlaf.
Diese Frage nach der richtigen Dosis eines Stressreizes wird besonders interessant bei einem Gesundheitstrend, bei dem wir unseren Körper ganz bewusst unter Stress setzen: dem Eisbaden.
5. Eisbaden & Immunsystem: Immunbooster oder zusätzlicher Stress?

Eisbaden ist in den vergangenen Jahren vom Winterritual zum absoluten Gesundheitstrend geworden. Kälte soll das Immunsystem stärken, Entzündungen reduzieren, die Stimmung verbessern und uns resilienter gegen Stress machen. Und tatsächlich löst Kälte einige spannende Reaktionen in unserem Körper aus.
Wenn wir in sehr kaltes Wasser steigen, erlebt unser Körper zunächst einen intensiven Stressreiz. Die Blutgefäße in der Haut ziehen sich zusammen, Herzfrequenz und Blutdruck können steigen und unser Nervensystem schaltet innerhalb kürzester Zeit auf erhöhte Aktivierung. Besonders beim plötzlichen Eintauchen reagiert häufig auch unsere Atmung sehr stark.
Wenn wir uns regelmäßig Kälte aussetzen, kann sich unser Körper an Teile dieser Reaktion gewöhnen. Dahinter steckt ein Prinzip, das in der Forschung als Hormesis bezeichnet wird: Ein zeitlich begrenzter und gut dosierter Stressreiz kann Anpassungsprozesse im Körper anstoßen.
Das bedeutet allerdings noch nicht, dass Eisbaden automatisch ein „Immunbooster“ ist. Die bisherige Forschung zu Kaltwasserimmersion und Immunfunktion ist überschaubar und zeigt kein eindeutiges Bild. Ein systematisches Review von 2025 fand beispielsweise direkt nach Kaltwasserimmersion keinen signifikanten Effekt auf die untersuchten Immunparameter. Die Autor betonen gleichzeitig, dass es bisher nur wenige und teilweise kleine Studien gibt.
Wann ein gesunder Stressreiz zu viel werden kann
Genau hier wird für mich die Nervensystem-Perspektive interessant. Denn bei einem Stressreiz zählt nicht nur, was wir machen, sondern auch, in welchem Zustand unser Körper diesem Reiz begegnet.
Wenn ich gut geschlafen habe, mich körperlich stabil fühle und mein System ausreichend Kapazität besitzt, kann eine kurze Kälteexposition eine ganz andere Erfahrung sein als an einem Tag, an dem ich bereits erschöpft, überreizt und seit Stunden im Funktionsmodus bin.
Der Kältereiz mag derselbe sein. Meine Kapazität, diesen Reiz zu verarbeiten, ist es nicht.
Ich habe das selbst eine ganze Zeit lang ziemlich deutlich erlebt. Ich habe regelmäßig Eisbaden gemacht und fand die Idee dahinter zunächst richtig genial. Gleichzeitig hatte mein Nervensystem damals noch eine sehr geringe Kapazität für zusätzliche intensive Reize. Mein System war ohnehin schnell aktiviert und überfordert und trotzdem habe ich noch einen starken Stressor obendrauf gesetzt, weil Eisbaden schließlich „gesund“ sein sollte.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es mir damit gar nicht besser ging. Die Kälte hat mich teilweise noch stärker aus meiner Regulation herauskatapultiert und ich brauchte anschließend eher mehr Zeit, um wieder bei mir anzukommen.
Rückblickend war das für mich eine wichtige Erkenntnis: Eine Gesundheitsroutine kann nicht vollkommen losgelöst davon betrachtet werden, wie viel Belastung unser Körper gerade ohnehin schon trägt.
Heute frage ich deshalb weniger: „Ist Eisbaden gesund?“
Viel hilfreicher finde ich die Frage: „Ist dieser Stressreiz in dieser Intensität gerade für mein System hilfreich?“
Und diese Frage gilt für mich weit über das Eisbaden hinaus. Nach einer erholsamen Woche kann ein intensiver Reiz wunderbar regulierbar sein. Nach mehreren Nächten mit wenig Schlaf, viel emotionalem Stress und einem ohnehin vollen Alltag kann derselbe Reiz einfach noch mehr Belastung bedeuten.
Wenn du dich dauerhaft erschöpft fühlst, schlecht schläfst oder merkst, dass dein Körper auf intensive Reize sehr stark reagiert, darf die Dosis deshalb eine andere sein. Vielleicht fühlt sich eine kurze kühle Dusche gut an. Vielleicht braucht dein Körper gerade Wärme, Schlaf oder sanfte Bewegung.
Wichtig ist außerdem: Eisbaden ist ein starker körperlicher Reiz und kann insbesondere bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen riskant sein. Wenn du entsprechende Vorerkrankungen hast oder unsicher bist, solltest du intensive Kälteexposition vorher medizinisch abklären und nicht allein ins kalte Wasser gehen.
6. Yin Yoga & Immunsystem: Regulation statt noch mehr Optimierung

Wenn wir über Bewegung und ein gesundes Immunsystem sprechen, denken wir häufig zuerst an Spaziergänge, Ausdauertraining oder Sport. Für mich gehört allerdings auch eine Praxis dazu, die wesentlich ruhiger ist: Somatisches Yin Yoga.
Im somatischen Yin Yoga verbringen wir mehrere Minuten in überwiegend bodennahen Positionen und geben dem Körper Zeit, unnötige muskuläre Spannung nach und nach loszulassen. Es geht dabei weniger um Leistung oder darum, eine Position möglichst perfekt zu erreichen. Stattdessen entstehen Ruhe, Körperwahrnehmung und bewusste Phasen der Regeneration.
>> Hier findest du einen ausführlichen Artikel zu ‘Was ist somatisches (Yin) Yoga?’
Gerade aus Sicht des Nervensystems finde ich das spannend. Wenn unser Alltag bereits von vielen Reizen, Anforderungen und einem hohen Aktivierungslevel geprägt ist, kann eine ruhige Yin-Yoga-Praxis einen wichtigen Gegenpol schaffen. Wir werden langsamer, nehmen unseren Atem und Körper wieder bewusster wahr und geben unserem System die Möglichkeit, nach Aktivierung wieder herunterzufahren.
In meinen Somatic Yin Yoga Stunden verbinde ich die länger gehaltenen Positionen deshalb bewusst mit Elementen der Nervensystemregulation. Dazu gehören beispielsweise Orientierung, Körperwahrnehmung, Atem, kleine somatische Bewegungen und vor allem die Möglichkeit, eine Position jederzeit an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Dadurch üben wir etwas, das für mich auch außerhalb der Yogamatte unglaublich wertvoll ist: die Signale unseres Körpers wieder früher wahrzunehmen. Brauche ich gerade Bewegung oder Ruhe? Fühlt sich dieser Reiz noch gut an? Wann wird etwas zu viel? Und was hilft mir, wieder mehr bei mir anzukommen?
Genau hier schließt sich für mich der Kreis zu unserem Immunsystem und zu dem Immunsystem-Kompass aus diesem Artikel. Regeneration und Regulation gehören genauso zu den Bedingungen, die unsere Gesundheit beeinflussen, wie Ernährung oder Bewegung.
Trotzdem würde ich Yin Yoga nicht als direkten „Immunbooster“ bezeichnen. Die Forschung untersucht überwiegend Yoga allgemein und nicht speziell Somatic Yin Yoga. Systematische Übersichtsarbeiten finden zwar Hinweise darauf, dass Yoga verschiedene Entzündungs- und Immunmarker beeinflussen könnte, die Studien unterscheiden sich jedoch stark in Yogastil, Dauer und Qualität. Eine direkte Aussage wie „Yin Yoga stärkt das Immunsystem“ lässt sich daraus bisher nicht ableiten.
Für mich liegt der spannendere Zusammenhang deshalb in der Regulation und Regeneration und in der Fähigkeit, den eigenen Körper wieder besser wahrzunehmen. Gerade wenn wir ohnehin viel leisten und funktionieren, muss Gesundheit nicht immer bedeuten, unserem Körper noch einen weiteren intensiven Reiz zu geben.
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Immunsystem aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin
Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es eine eigene Perspektive auf die körpereigene Abwehr. Wichtig ist dabei: Die TCM arbeitet mit einem traditionellen Erklärungsmodell. Begriffe wie Qi (Lebensenergie) und Meridiane (Energieleitbahnen im Körper) lassen sich deshalb nicht eins zu eins mit unserem heutigen medizinischen Verständnis des Immunsystems gleichsetzen.
In der TCM wird die Abwehr äußerer Einflüsse unter anderem mit dem sogenannten Wei Qi in Verbindung gebracht. Vereinfacht übersetzt bedeutet das so viel wie „Abwehr-Qi“. Es wird traditionell als eine Art schützende Energie beschrieben, die an der Körperoberfläche zirkuliert.
Eine besondere Rolle spielt dabei der Funktionskreis Lunge, der gemeinsam mit dem Dickdarm zum Metall-Element gehört. Die Lunge wird in der TCM unter anderem mit Atmung, Haut und der Verteilung des Wei Qi verbunden. Deshalb stehen Lunge und Dickdarm traditionell besonders im Herbst im Fokus, einer Jahreszeit, in der auch Erkältungen wieder häufiger werden.
Im Yin Yoga können wir diese traditionelle Perspektive beispielsweise über Positionen aufgreifen, die Brustraum, Schultern und Arme einbeziehen. Nach dem Meridianmodell verlaufen dort unter anderem Lungen- und Dickdarm-Meridian.
Ich persönlich mag es sehr, diese traditionellen Prinzipien aus dem Yin Yoga mit meinem heutigen Wissen über Nervensystemregulation und somatische Arbeit zu verbinden. Dabei bleiben es unterschiedliche Perspektiven: Die TCM liefert ein traditionelles Modell, während wir die Zusammenhänge zwischen Stress, Nervensystem und Immunfunktion heute auch wissenschaftlich aus einer ganz anderen Richtung betrachten können.
>> Wenn du tiefer in die TCM-Perspektive und die Arbeit mit Lungen- und Dickdarm-Meridian eintauchen möchtest, findest du hier meinen ausführlichen Artikel zu 'Yin Yoga im Herbst: Metall-Element, Lunge & Dickdarm'.
Damit haben wir die sechs Bereiche unseres Immunsystem-Kompasses von verschiedenen Seiten betrachtet. Rund um das Immunsystem stärken begegnen uns allerdings noch einige ganz konkrete Fragen, zum Beispiel zu Hausmitteln, Antibiotika oder dem Immunsystem von Kindern. Genau diese schauen wir uns zum Abschluss noch kurz an.
Immunsystem stärken mit Hausmitteln: Was wirklich sinnvoll ist

Ingwer Shots, Kurkuma, Knoblauch, Honig, Kräutertees – wer nach Hausmitteln zum Immunsystem stärken sucht, findet eine ziemlich lange Liste. Viele davon enthalten interessante Pflanzenstoffe und lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren. Meine liebsten Varianten mit Ingwer und Kurkuma habe ich dir weiter oben bereits gezeigt.
Ich persönlich sehe solche Hausmittel vor allem als kleine unterstützende Routinen. Ein warmer Tee kann guttun, Honig kann beispielsweise bei akutem Husten lindernd wirken und Lebensmittel wie Ingwer, Knoblauch oder Kurkuma können Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Den nächsten Infekt verhindern können sie allerdings nicht zuverlässig.
Auch ätherische Öle nutze ich persönlich gerne in meinem Alltag. Gerade hier finde ich einen bewussten Umgang wichtig. Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Pflanzenstoffe und sollten entsprechend ihrer jeweiligen Anwendungsempfehlung verwendet werden. Besonders bei der Einnahme, bei Kindern, in der Schwangerschaft oder bei bestehenden Erkrankungen würde ich mich vorher fachlich informieren.
Ich persönlich nutze ausschließlich seit über 9 Jahren die ätherischen Öle von der Marke doTERRA.
Generell bedeutet „natürlich“ nicht automatisch, dass etwas in jeder Dosierung harmlos ist. Hoch dosierte Pflanzenpräparate können deutlich anders wirken als die Mengen, die wir beim Kochen verwenden, und manche können mit Medikamenten interagieren.
Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder Vorerkrankungen hast, würde ich hoch dosierte Pflanzenpräparate deshalb mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke abklären.
Für mich sind Hausmittel damit eine schöne Ergänzung – die eigentliche Basis bleibt all das, was wir bisher betrachtet haben: Ernährung, Darmgesundheit, Schlaf, Bewegung, Nervensystemregulation und Regeneration.
Immunsystem nach Antibiotika stärken: Was jetzt sinnvoll ist

Ich gehöre definitiv zu der Sorte, denen als Kind oft (wahllos) Antibiotika verschrieben wurden. Und Antibiotika können bei bakteriellen Infektionen notwendig und wichtig sein. Gleichzeitig können sie neben den krankmachenden Bakterien auch die Zusammensetzung unseres Darmmikrobioms verändern. Wie stark und wie lange diese Veränderungen bestehen bleiben, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und hängt unter anderem vom verwendeten Antibiotikum ab.
Wenn du dein Immunsystem nach Antibiotika stärken möchtest, würde ich deshalb zunächst wieder bei den Grundlagen ansetzen: ausreichend essen und trinken, schlafen, dem Körper Zeit zur Erholung geben und eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung integrieren.
Probiotika werden nach einer Antibiotikabehandlung häufig pauschal zum „Darmaufbau“ empfohlen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Die Wirkung hängt unter anderem von den verwendeten Bakterienstämmen und der individuellen Situation ab. Eine spezielle Darmkur ist nach Antibiotika ebenfalls nicht automatisch notwendig.
Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder wenn du unsicher bist, was nach einer Antibiotikabehandlung für dich sinnvoll ist, würde ich das individuell medizinisch oder ernährungstherapeutisch abklären lassen.
Immunsystem stärken bei Kindern: Was wirklich zählt

Gerade Eltern machen sich schnell Gedanken, wenn gefühlt schon der nächste Infekt aus der Kita mit nach Hause kommt. Dabei ist es bei Kindern grundsätzlich normal, häufiger krank zu sein als viele Erwachsene. Ihr Immunsystem kommt mit zahlreichen Erregern zum ersten Mal in Kontakt und entwickelt dabei nach und nach sein immunologisches Gedächtnis.
Wenn du das Immunsystem deines Kindes stärken möchtest, braucht es deshalb meist keine komplizierte Immunroutine. Eine abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und Zeit draußen schaffen gute Grundlagen. Dazu gehören auch die empfohlenen Schutzimpfungen.
Nahrungsergänzungsmittel würde ich Kindern nicht pauschal als „Immunbooster“ geben. Ob beispielsweise Vitamin D, Eisen oder andere Nährstoffe ergänzt werden sollten, hängt unter anderem von Alter, Ernährung und individuellem Bedarf ab.
Wenn Infektionen ungewöhnlich häufig auftreten, besonders schwer verlaufen, schlecht ausheilen oder du dir Sorgen um die Gesundheit deines Kindes machst, würde ich das kinderärztlich abklären lassen.
FAQ: Häufige Fragen zum Immunsystem
Was genau ist das Immunsystem?
Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Organen, Geweben, Zellen und Botenstoffen, das unseren Körper unter anderem vor Krankheitserregern schützt. Dazu gehören beispielsweise Haut und Schleimhäute, bestimmte weiße Blutkörperchen, Lymphknoten, Milz und Knochenmark. Vereinfacht unterscheidet man zwischen der angeborenen Immunabwehr, die schnell und eher allgemein reagiert, und der erworbenen Immunabwehr, die gezielt auf bestimmte Erreger reagieren und ein immunologisches Gedächtnis entwickeln kann.
Wie kann man das Immunsystem wieder aufbauen?
Ein gesundes Immunsystem lässt sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme aufbauen. Wichtig sind vor allem ausreichend Schlaf, eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, Regeneration und ein guter Umgang mit chronischem Stress. Auch Darmgesundheit und eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen spielen eine Rolle.
Wie merkt man, dass man ein schwaches Immunsystem hat?
Ungewöhnlich häufige, schwere oder lang anhaltende Infektionen können ein Grund sein, die Funktion des Immunsystems genauer untersuchen zu lassen. Häufige Erkältungen oder Müdigkeit allein beweisen allerdings kein schwaches Immunsystem. Bei auffälligen oder wiederkehrenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Was ist das beste Mittel für das Immunsystem?
Das eine beste Mittel zum Immunsystem stärken gibt es nicht. Die Immunfunktion wird von vielen Faktoren beeinflusst. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und Regeneration bilden eine bessere Grundlage als einzelne vermeintliche Immunbooster oder hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel.
Welche Vitamine sind wichtig für ein starkes Immunsystem?
Für eine normale Immunfunktion sind unter anderem die Vitamine A, C, D und E sowie verschiedene B-Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Selen, Eisen und Kupfer relevant. Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch nicht automatisch sinnvoll. Besonders bei höheren Dosierungen sollte zunächst geprüft werden, ob tatsächlich ein Mangel oder erhöhter Bedarf besteht.
Kann man das Immunsystem mit Nahrungsergänzungsmitteln stärken?
Nahrungsergänzungsmittel können helfen, einen bestehenden Nährstoffmangel auszugleichen. Wer bereits ausreichend mit einem bestimmten Vitamin oder Mineralstoff versorgt ist, bekommt durch eine zusätzliche hohe Dosis jedoch nicht automatisch eine bessere Immunabwehr.
Gerade bei längerfristiger oder hoch dosierter Einnahme ist es deshalb sinnvoll, den tatsächlichen Bedarf zu kennen und gegebenenfalls Blutwerte bestimmen zu lassen.
Welche Lebensmittel stärken das Immunsystem?
Es gibt kein einzelnes Lebensmittel, das unser Immunsystem zuverlässig „boostet“. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und ausreichenden Proteinquellen liefert jedoch viele der Nährstoffe, die unser Körper für eine normale Immunfunktion benötigt.
Auch Lebensmittel wie Ingwer, Knoblauch, Kurkuma oder Beeren können regelmäßig Teil einer ausgewogenen Ernährung sein – sie ersetzen jedoch nicht die Gesamtheit unserer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.
Kann Stress das Immunsystem schwächen?
Kurzfristiger Stress gehört zu unseren normalen körperlichen Anpassungsreaktionen und ist nicht grundsätzlich problematisch. Chronischer Stress ohne ausreichende Erholungsphasen kann jedoch verschiedene Prozesse unseres Immunsystems beeinflussen.
Deshalb gehören für mich Nervensystemregulation, Schlaf und Regeneration genauso zur Unterstützung unserer Gesundheit wie Ernährung und Bewegung.
Ist Eisbaden gut für das Immunsystem?
Kälte ist zunächst ein körperlicher Stressreiz und kann verschiedene Anpassungsreaktionen auslösen. Ob regelmäßiges Eisbaden das Immunsystem langfristig relevant stärkt, ist wissenschaftlich bisher nicht eindeutig geklärt. Entscheidend sind außerdem individuelle Gesundheit, Intensität, Gewöhnung und die aktuelle Belastung des Körpers.
Wie kann ich mein Immunsystem nach Antibiotika stärken?
Nach einer Antibiotikabehandlung helfen zunächst die gleichen Grundlagen wie sonst: ausreichend Schlaf, Erholung und eine nährstoffreiche Ernährung. Sobald du dich wieder fit fühlst, gehört auch regelmäßige Bewegung zu einer gesunden Basis. Da Antibiotika das Darmmikrobiom verändern können, kann zusätzlich eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung sinnvoll sein. Probiotika oder spezielle Darmkuren sind nicht automatisch für jeden Menschen notwendig.
Kann Yin Yoga das Immunsystem stärken?
Für die Aussage, dass speziell Yin Yoga das Immunsystem direkt stärkt, gibt es bisher keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Untersuchungen zu Yoga allgemein zeigen mögliche Effekte auf Stressregulation sowie bestimmte Entzündungs- und Immunmarker, die Studienlage ist jedoch sehr unterschiedlich.
Ich sehe Yin Yoga deshalb vor allem als Möglichkeit, Regeneration, Körperwahrnehmung und Nervensystemregulation zu unterstützen und damit einen Bereich, der wiederum mit unserer allgemeinen Gesundheit verbunden ist.
Fazit: Ein starkes Immunsystem braucht mehr als Vitamin C

Wie du nun hoffentlich weißt: Wenn du dein Immunsystem stärken möchtest, musst du nicht jeden Morgen einen Ingwer Shot trinken, fünf verschiedene Supplements nehmen, dreimal die Woche Eisbaden und nebenbei noch deine komplette Morgenroutine optimieren.
Für mich ist ein gesundes Immunsystem viel mehr das Ergebnis vieler kleiner Dinge, die zusammenspielen.
Genau deshalb habe ich dir am Anfang meinen Immunsystem-Kompass mitgegeben:
Nähren → Aufnehmen → Regulieren → Regenerieren → Dosieren
Wir können unseren Körper mit einer abwechslungsreichen Ernährung und wichtigen Nährstoffen nähren. Wir können über unsere Darmgesundheit Bedingungen schaffen, unter denen Verdauung und Nährstoffaufnahme gut funktionieren. Wir können unser Nervensystem dabei unterstützen, zwischen Aktivität und Erholung zu wechseln. Wir können Schlaf und Regeneration ernst nehmen. Und wir können lernen, intensive Reize wie Training, Kälte oder andere Gesundheitspraktiken so zu dosieren, dass sie zu unserer aktuellen Kapazität passen.
Was ich dir aus diesem Artikel deshalb vor allem mitgeben möchte: Gesundheit braucht nicht immer noch mehr Optimierung.
Ja, manchmal braucht unser Körper einen zusätzlichen Nährstoff. Manchmal mehr Bewegung. Manchmal einen genaueren Blick auf den Darm. Und manchmal braucht er schlicht weniger Reize, mehr Schlaf und die Möglichkeit, sich zu erholen.
Die spannendere Frage ist für mich deshalb nicht nur: „Was kann ich noch tun, um mein Immunsystem zu stärken?“, sondern auch: „Was braucht mein Körper gerade, um gut regulieren und regenerieren zu können?“
Genau dort beginnt für mich eine Form von Gesundheit, die sich nicht wie eine weitere To-do-Liste anfühlt, sondern wie eine Zusammenarbeit mit dem eigenen Körper.
Du möchtest deinen Körper jetzt konkret unterstützen?
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass dein Immunsystem für dich gerade gar nicht nach „noch mehr machen“ ruft, sondern nach mehr Regulation, Erholung und einem besseren Gespür dafür, was dein Körper wirklich braucht. Wenn du genau dort ansetzen möchtest, habe ich zwei Möglichkeiten für dich:
14 Tage Somatic Yin Yoga Reset
Mit meinem 14 Tage Somatic Yin Yoga Reset kannst du direkt auf der Matte starten. Dich erwarten jeden Tag kurze Einheiten von etwa 15–20 Minuten mit Somatic Yin Yoga, Nervensystemregulation, Atem, Yoga Nidra, EFT und kleinen somatischen Übungen.
Der Reset ist für dich, wenn du dir bewusst Zeit zum Runterfahren nehmen, wieder mehr in deinem Körper ankommen und eine regelmäßige regenerative Praxis in deinen Alltag bringen möchtest.
Wenn du dich gleichzeitig erschöpft und innerlich aufgedreht fühlst
Vielleicht kennst du aber auch diesen Zustand: Du bist müde und erschöpft, kannst trotzdem nicht richtig abschalten und selbst Pausen fühlen sich nicht wirklich erholsam an.
Genau dafür habe ich TIRED BUT WIRED – den 7 Tage Erschöpfungs-Reset entwickelt. Im PDF findest du einen kurzen Selbstcheck, kleine Body Practices, Journaling Prompts und alltagstaugliche Übungen, die dir dabei helfen, deinen aktuellen Zustand besser zu verstehen und deinem System gezielter das zu geben, was es gerade braucht.
Kein weiteres großes Programm auf deiner To-do-Liste, sondern kleine Impulse für Tage, an denen ohnehin schon genug los ist.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erinnerung zum Schluss: Du musst deinen Körper nicht ständig optimieren. Manchmal dürfen wir wieder lernen, ihm zuzuhören und mit ihm zu arbeiten.
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